Veranstaltungen

Zukunftskonferenz Berlin gemeinsam dekolonisieren!

15. – 16. September 2020

Am 15. September 2020 startete die Zukunftskonferenz „Gemeinsam Berlin dekolonisieren!“ mit einer Keynote Speech von Dr. Noa K. Ha vom Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung, zum Verhältnis von Integration- und Migrationsforschung und Rassismus in der BRD. Bei der kritischen Beleuchtung dieses Verhältnisses unternahm Dr. Ha auch den Versuch dabei eine Perspektive auf die deutsch-deutsche Migrationsgesellschaft einzunehmen. Gerade im Jahr 30 der Wiedervereinigung, eine – im Sinne des Dekolonisierungsprozesses des Landes Berlin – sehr wichtige Perspektive und ein gelungener Start in die beiden Konferenztage.

Die Zukunftskonferenz hat als zweitätige, analoge und digitale Tagung stattgefunden. Dabei wurde das Format World-Cafe angewendet. In den Themenräumen Wissenschaft, Bildung, Kunst und Kultur, Erinnerung und Erzählung, sowie Stadtgesellschaft und Kommunale Internationale Zusammenarbeit wurden weitere konkrete Maßnahmen und Forderungen für das Gesamtstädtische Konzept erarbeitet.

Darüber hinaus wurde der Austausch der Teilnehmenden durch Paneldiskussionen mit Vertreter*innen aus der Politik und der Zivilgesellschaft unter den Überschriften „Zivilgesellschaftliches Perspektivengespräch“, „Vernetzung – Zusammenarbeit – Perspektiven“ und „Postkoloniale Gegenwart – Warum Dekolonisierung eine Verteilungsfrage ist“ weiter vertieft. Hier wurde gemeinsam über die Chancen und Herausforderungen für das Gesamtstädtische Konzept zur Aufarbeitung der kolonialen Vergangenheit Berlins aus den verschiedenen Perspektiven diskutiert und Möglichkeiten erörtert wie das Community Wissen und Wissen der People of African Descent (PAD) sowie zivilgesellschaftliche Perspektive noch stärker in der Mehrheitsgesellschaft und bei der Verwaltung und der Politik verankert werden kann.  

An dieser Stelle möchten wir uns herzlich bei Dr. Noa K. Ha und den Paneldiskutant*innen bedanken: Dr. Ibou Diop (FuturAfrik e.V.), Katharina Oguntoye (JOLIBA – Interkulturelles Netzwerk in Berlin e.V.), Sacks Stuurman (Bund für Anti-Diskriminierungs- und Bildungsarbeit e.V.), Maja Lasic MdA (SPD), Daniel Wesener MdA (Bündnis 90/Die Grünen), Regina Kittler MdA (DIE LINKE), Dr. Klaus Lederer, Bürgermeister und Senator für Kultur und Europa und Dr. Manuela Bauche, Otto-Suhr-Institut, FU Berlin

Nachfolgend finden Sie eine kurze Fotodokumentation der Zukunftskonferenz. Die schriftliche Dokumentation der ersten Zwischenergebnisse des partizipativen Prozesses wird am 15. Dezember 2020 von der Koordinierungsstelle veröffentlicht.


Internationaler Tag zur Erinnerung an den Versklavungshandel und an seine Abschaffung: 7. Umbenennungsfest für die Berliner M-Straße

23. August 2020

Am 23. August 2020 jährt sich die Revolution der Versklavten auf Haiti zum 229. Mal. In Würdigung der erfolgreichen Selbstbefreiung von Menschen afrikanischer Herkunft hat die UNO den 23. August 1998 zum Internationalen Tag der Erinnerung an den Versklavungshandel und an seine Abschaffung erklärt.

Wir Mitgliedsorganisationen des Bündnisses Decolonize Berlin e.V. feiern an diesem Tag zugleich das 7. Umbenennungsfest für die diskriminierende Berliner M-Straße, die in Zukunft Anton Wilhelm Amo – Deutschlands ersten Schwarzen Universitätsgelehrten – ehren soll.

In diesem Jahr werden wir uns um 13 Uhr am Lustgarten gegenüber dem Humboldt Forum im Berliner Schloss versammeln, um gegen Deutschlands größtes Kolonialdenkmal zu protestieren.

Um 14:30 Uhr beginnt auf dem Hausvogteiplatz unser Straßenumbenenn-ungsfest mit Musik,Redebeiträgen und Paneldiskussionen.

Im Rahmen einer Kooperation des Deutschen Technikmuseums mit dem Verbundprojekt DEKOLONIALE Erinnerungskultur in der Stadt werden wir im Livestream aus der Dauerausstellung zur Hochseeschifffahrt die performative Aktion SEK/ SORRYFORNOTHING EINSATZ KOMMANDO von Philip Kojo Metz übertragen.


„Black Power. White Sharing. Was heißt Berlin gemeinsam zu dekolonisieren?“

08. – 09. August 2020

Vom 08. bis 09. August 2020 hat unser zivilgesellschaftliches Open Space stattgefunden. Gemeinsam mit ca. 40 Personen haben wir über Aspekte von Dekolonisierung diskutiert. 


Kick-Off Veranstaltung

15. Januar 2020

Auf der Kick-Off Veranstaltung der Koordinierungsstelle im Januar haben Teilnehmer*innen aus Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung bereits Schwerpunktbereiche erarbeitet.