Utopie als Widerstand
Jahresbericht 2025
Was bedeutet Dekolonisierung in einer Zeit, in der politische Krisen zunehmen, rechte Parteien an Einfluss gewinnen und menschenfeindliche Positionen zunehmend normalisiert werden? Was heißt es, koloniale Kontinuitäten sichtbar zu machen, wenn globale Ungleichheiten fortbestehen, Grenzen weiter ausgebaut werden und Anti-Schwarzer Rassismus den Alltag vieler Menschen prägt? Welche Rolle spielen Erinnerungspolitik, Vernetzung und zivilgesellschaftliches Engagement angesichts wachsender Unsicherheiten?
Der Jahresbericht 2025 zeigt, dass Dekolonisierung kein Einzelprojekt ist, sondern ein langfristiger Prozess, der Zeit, Ausdauer und Allianzen braucht. Er dokumentiert Erfolge und Herausforderungen der Zusammenarbeit zwischen Zivilgesellschaft, Verwaltung und Politik und macht deutlich, warum eine vielfältige Erinnerungslandschaft, partizipative Prozesse und utopisches Denken gerade jetzt unverzichtbar sind. In einer Zeit, in der gesellschaftliche Errungenschaften unter Druck geraten, versteht sich dieser Bericht als Einladung, weiterzudenken, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam an einer offenen, solidarischen und postkolonialen Zukunft zu arbeiten.